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 Zur Geschichte der Familie Sayn in den Westerwalddörfern Rückeroth und Goddert

 

Dr. Helmut Priewer, Dr. Thierry Dietrich, Dr. Mathias Priewer

 

Rückeroth und Goddert

Im Quellgebiet von Wied, Holzbach und Sayn ist 1259 eine Grundherrschaft Rückeroth, neben der nur wenige Ortschaften umfassenden Grundherrschaft um die Burg Altwied, das einzige Stück wiedischen Eigengutes innerhalb des Engersgaues. Der Ort Rückeroth (1245 Rockerode, 1259 Rockenrode) wurde 1235 erstmals erwähnt.1Goddert (1476 Gonderode, 1557 Godert), der südliche Nachbarort von Rückeroth, dessen Ersterwähnung 1455 als Goderode erfolgte, kam 1615 bei der Teilung des Bannes Maxsain von der Grafschaft Sayn zum wiedischen Kirchspiel Rückeroth.2

Goddert war allein schon aufgrund der räumlichen Nähe sehr eng mit Rückeroth und hier insbesondere mit seiner Kirche3 verbunden. In der Kirche wurde getauft, konfirmiert und geheiratet. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Godderter auch auf dem Friedhof (Kirchhof) in Rückeroth beerdigt. Zudem verbrachten die Kinder aus Goddert fast drei Jahrhunderte lang ihre Schulzeit in Rückeroth.1

Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Rückeroth 181 Einwohner in 40 Haushaltungen. 1842 besaß Rückeroth 252 Einwohner in 71 Familien, während das kleinere Goddert 138 Einwohner in 36 Familien aufwies. Rückeroth hatte 1866 212, 1885 234, 1925 288 und 1959 324 Einwohner. In Goddert waren es 1866 154, 1885 174, 1925 180 und 1959 187 Einwohner.4

 

Historisch-demographisches zum Kirchspiel Rückeroth5

Zum reformierten Kirchspiel Rückeroth in der Grafschaft Wied gehörten 1699 außer dem Oberkirchspiel um Dreifelden, das 1756 selbständiges Kirchspiel wurde, noch Stahlhofen, Steinen, Straßen, Goddert und auf saynischem Hoheitsgebiet der Hof Schönerlen.2

Natalität:

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fanden Geburten im Kirchspiel Rückeroth hauptsächlich im ersten Drittel des Jahres statt, gefolgt vom letzten Jahresdrittel. Die geringste Anzahl an Geburten hatte die Jahresmitte (Erntezeit) zu verzeichnen. Die saisonale Geburtenverteilung im Kirchspiel Rückeroth wurde vom Ende des 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts vom ländlichen Arbeitsrhythmus dominiert. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts löste sich das traditionelle Konzeptions- und Geburtenverhalten dieser agrarisch geprägten Gesellschaft langsam auf.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstammte fast ein Viertel der Erstgeborenen einer vorehelichen Konzeption. Voreheliche Beziehungen waren im Westerwald sowohl in reformierten als auch in katholischen Populationen nichts Ungewöhnliches. Während im Kirchspiel Rückeroth im späten 19. Jahrhundert keine unehelichen Geburten auftraten - alle vorehelichen Konzeptionen wurden noch rechtzeitig durch die Heirat legitimiert - waren es im frühen 20. Jahrhundert fast 2%.

Die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Geburt und Taufe, die von Mitte des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts eine Woche betrug, verlängerte sich danach alle vier Dekaden um annähernd eine Woche, bis sie im frühen 20. Jahrhundert etwas über einen Monat umfaßte.6

Nuptialität:

Bei gegenseitigen Erstehen stieg im Kirchspiel Rückeroth das durchschnittliche Heiratsalter sowohl der Männer als auch der Frauen von der Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts stetig an.

Der Anteil der Folgeehen verwitweter Personen an allen Ehen nahm von Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts von fast 20% auf etwas über 5% kontinuierlich ab. Dies ist sicherlich auch ein Zeichen dafür, daß Ehen nicht mehr so häufig durch den vorzeitigen Tod des Partners getrennt wurden.

Der Anteil der in lokaler Endogamie geschlossenen Ehen (beide Ehepartner stammten aus dem Kirchspiel Rückeroth) blieb von der Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts mit etwa einem Drittel recht konstant. Eheschließungen mit Partnern aus demselben Ort des Kirchspiels lagen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu etwa 10% vor und stiegen bis zum frühen 20. Jahrhundert auf 30% an. Der Abstand zwischen standesamtlicher und kirchlicher Eheschließung betrug Anfang des 20. Jahrhunderts maximal zwei Tage.

Mortalität:

Das Sterbemaximum lag im Kirchspiel Rückeroth vom späten 18. bis frühen 20. Jahrhundert im März, das Minimum im September. In der kälteren Jahreszeit bestand demnach das größere Sterberisiko.

Im 19. und 20. Jahrhundert machten Erkrankungen der Atmungsorgane ungefähr ein Drittel aller Todesursachen aus, wobei die Lungentuberkulose deutlich hervorsticht. Die Müttersterblichkeit lag im frühen 20. Jahrhundert bei 1.100 Frauen pro 100.000 Lebendgeborene und damit höher als im Durchschnitt Deutschlands.

Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist ein starker Anstieg des mittleren Sterbealters im Kirchspiel Rückeroth zu verzeichnen. Der Anteil der bis zum 20. Lebensjahr Verstorbenen an allen Sterbefällen lag bis zum frühen 19. Jahrhundert bei durchschnittlich 50%. Eine Verringerung dieses Anteils setzte ab Mitte des 19. Jahrhunderts ein und betrug Anfang des 20. Jahrhunderts noch etwa 10%.

Ende des 19. Jahrhunderts betrug die Säuglingssterblichkeit im Kirchspiel Rückeroth 10%, im Regierungsbezirk Koblenz 18%. Die Säuglingssterblichkeit hatte im Kirchspiel Rückeroth vom Ende des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts von 16% auf 5% stetig abgenommen. Da in den Sommermonaten keine auffällige Häufung von Säuglingssterbefällen festzustellen ist, scheiden durch künstliche Säuglingsnahrung bedingte Sommerdurchfälle als Todesursache aus, was wiederum für brustgestillte Säuglinge spricht. Eine deutliche Verringerung des Anteils verstorbener Säuglinge an allen Sterbefällen begann sich Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abzuzeichnen. Dies alles spricht dafür, daß es ab Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch im Westerwaldkirchspiel Rückeroth zu einer merklichen Verbesserung der Lebensbedingungen und der medizinischen Versorgung der Bevölkerung kam, die eine Entwicklung von der unsicheren zur sicheren Lebenszeit einleiteten.

 

Familienname (FN) Sayn im Westerwald

Wilhelm Sayn (zu Freilingen), * 1478, +, Ackermann, ist 1538 60 Jahre alt (Eltern lebten vor 1512 in Hartenfels).7 1537 ist wohl dieser Wilhelm Seynn aus Freilingen Zeuge in Hartenfels.8

1503 wird der nassauische Schöffe des Hofgerichts Sain Henn aus Freilingen genannt. 1586 wird ein nassauischer Einwohner des Bannes Maxsain, der mit einer saynischen Leibeigenen unehelich zusammenlebt, als Sain Hennen Sohn bezeichnet.9

Zwischen 1534 und 1608 wird der FN Sayn (Seyne, Seyn, Sein, Sain) in Freilingen häufig erwähnt.10

Am 03.05.1598 heiratet Heinrich Sayn in Hachenburg (reformiert)11 Elisabeth Pampus.12

1627/28 ist ein Sennen Henn Adams Schultheiß in Wölferlingen.13

1629 ist Senen Henn Adam Schultheiß des Bannes Maxsain.14

1694 werden der Witwer Wilhelm Sayn und Johannes Sayn als Einwohner von Wölferlingen genannt. Der Junggeselle Peter Sayn war 1694 aus Wölferlingen weggezogen.13

(1698)-(1703) wird Wilhelm Sayn aus Wölferlingen als (Gerichts-)Schöffe genannt. (Gemeinde-)Bürgermeister Adam Sayn aus Wölferlingen ist 1732/33 (Gemeinde-)Rechnungsführer und Rechnungsführer der Kontributionsrechnungen im OberbannMaxsain. 1750-1761 wird Johann Wilhelm Sayn aus Wölferlingen als Landesvorsteher und (Gerichts-)Schöffe im OberbannMaxsain geführt. 1797-1798 ist Johann Georg Sayn aus Wölferlingen (Kirchspiels-)Geschworenenadjunkt und 1798 Kirchenältester.15

1749 findet sich der Sendschöffe Johann Peter Sayn im Bann Maxsain.15

1763 ist Johann Weigand SaynKuhhirte in Lochum.16

1775 wird die Posthalterei in Freilingen von Johann Wilhelm Sayn übernommen. Ludwig Sayn, der letzte Posthalter der Familie Sayn in Freilingen, stirbt 1927.17

1869 werden Johann Christ Seyn und Johannes Seyn als katholische Einwohner von Linden erwähnt.8

In Rückeroth stellte die „Sayn-Dynastie“ einen Schultheiß (Philipp Sayn, Schultheiß von 1659-1665), einen Unterschultheiß (Johannes Sayn, Sohn von Philipp Sayn, Unterschultheiß 1699), zwei Bürgermeister (Jacob Wilhelm Sayn, Bürgermeister von 1870-1898, und Louis Sayn, Sohn von Jacob Wilhelm Sayn, Bürgermeister von 1914-1920) und zwei Schulmeister (Johann Herbert Sayn, Schulmeister von 1765-1798, und Johann Peter Sayn („Schulpittersch“), Sohn von Johann Herbert Sayn, Schulmeister von 1798-1837). Daneben waren sie Feuerwehrkommandant (Louis Sayn von 1897-1922)18 sowie Land- und Gastwirte, aber nur der Lehrerberuf prägte ihren Hausnamen „Schulpittersch“ bis in die heutige Zeit.1

 

Herkunft des FN Sayn

Eine auffällig dominierende relative geographische Verteilung des FN Sayn im Westerwaldkreis und im Landkreis Altenkirchen stützt die Interpretation des Namenursprungs als Orts- oder Herkunftsname. Auch die absolute geographische Namensverteilung zeigt, daß die meisten Namensvertreter im Westerwald ansässig sind. Auswanderungen in das Rhein- und in das Siegtal, die für die Westerwaldbevölkerung im 19. Jahrhundert hinreichend belegt sind, wird durch die absolute Namensverteilung bestätigt.19

Demnach könnte der FN Sayn auf die Herkunft aus der Ortschaft Sayn bei Bendorf am Rhein,7 deren Ersterwähnung 959 als seina erfolgte,20 den Dörfern Nieder- und Obersayn (1277 Langenseine)21 oder der Grafschaft Sayn22 verweisen. Während sich die Ortschaft Sayn in unmittelbarer Nähe der Mündungsstelle der Sayn (auch Saynbach genannt) in den Rhein befindet, liegen Nieder- und Obersayn am Kleinen Saynbach, der bei Ellenhausen in die Sayn fließt.23 Es wäre allerdings auch ein direkter Bezug des FN Sayn zu den entsprechenden Fließgewässern namens Sayn denkbar. Interessanterweise befinden sich Nieder- und Obersayn in unmittelbarer Nähe von Maxsain, Freilingen und Wölferlingen, den Ortschaften mit den ältesten Belegen für den FN Sayn.

Im Gotischen bedeutet sainjan zögern,24 im Mittelhochdeutschen hat seine die Bedeutung von langsam, träge,25 was als Charakterisierung des ersten Namensträgers zu deuten wäre (Eigenschaftsname).26

Eine physiognomische Besonderheit der frühen Grafen von Sayn scheint eine ein- oder doppelseitige Ptosispalpebrae (Herabhängen des Augenoberlids), die dominant oder rezessiv vererbt wird,27 gewesen zu sein, was sich an den Grabfiguren der Grafen Heinrich III. von Sayn (+ 1247)28 und insbesondere Gerhard II. von Sayn (+ 1493)29 unschwer erkennen läßt. Auch das zeitgenössische Portrait des Grafen Johann VIII. zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (1601-1657) von ca. 1650 weist dieses typische Merkmal auf.30 Bemerkenswerterweise zeichnen sich sowohl männliche als auch weibliche Sayn-Nachkommen - definitiv belegbar ab der VII. Generation der in diesem Artikel beschriebenen Sayn-Familie - ebenfalls durch eine mehr oder weniger ausgeprägte ein- oder doppelseitige Ptosispalpebrae aus. Demnach wäre auch die Möglichkeit eines unebenbürtigen bürgerlich-bäuerlichen Zweiges31 der Grafen von Sayn nicht gänzlich auszuschließen. Ein ernstzunehmendes Indiz hierfür ist zudem die ungewöhnliche Häufung von Schultheißen-, Schöffen- und anderen Ämtern insbesondere in der frühen Phase der dokumentierten Namensvertreter.

 

Sayn in Rückeroth

In einer Specification aller wiedischenUnterthanen für das Kirchspiel Rückeroth von 1664 ist Philips Sayn in Rückeroth aufgeführt. Es ist die erste Nennung des FN Sayn in Rückeroth. Weitere Personen mit dem FN Sayn sind 1664 für das Kirchspiel Rückeroth nicht erwähnt.32

 

Johann Herbert Sayn, ein Urenkel von Philips Sayn, war von 1765 bis 1798 Schulmeister in Rückeroth und begründete die Rückerother „Schullehrer-Dynastie“ der Sayns, die bis 1837 währte.1 Die Gräfliche Kirchenordnung für Stadt und Land in der Grafschaft Wied-Neuwied von 1683 legte fest, daß der Lehrer gleichzeitig das Glöckner- und Küsteramt mit zu versehen hatte und so auch einen Teil seines Lohnes aufbessern konnte.4 In die Amtszeit von Johann Herbert Sayn fiel die große Subsistenzkrise von 1770-1772.33

Johann Philipus Müller aus Rückeroth erbte 1794 von seinem verstorbenen Vater Philipus Müller eine Wiese mit folgender Lagebeschreibung:34

Auf dem MärgenWießgen an Schulmeister [Johann Herbert] Sayn[war 1794 noch im Amt]

 

Johann Herbert Sayns ältester Sohn Johann Peter, von dem die Familie Sayn den heute noch bestehenden Hausnamen „Schulpittersch“ ableitet, übernahm das Amt 1798, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1837 bekleidete. Er wohnte wie schon sein Vater in der Oberdorfstraße 18 in Rückeroth. Das Haus war ehemals mit einem Strohdach gedeckt, so wie früher alle Bauernhäuser in Rückeroth und Goddert.1

Wilhelmina Katharina Sayn (1813-1899) wurde als sechstes Kind des Schullehrers Johann Peter Sayn und Maria Catharina geb. Müller in Rückeroth geboren.35 Das von ihrem Vater handschriftlich verfaßte Zeugnis trägt das Siegel des Herzogtums Nassau und hat folgenden Wortlaut:1

Schulzeugniß der Wilhelm-Mina Katharina Sayn, dieselbe ist geboren den 18-ten September 1813 zu Rükeroth im Amt Selters, ist nach erlangter hinreichender Befähigung aus der Elementarschule zu Rükeroth welche dieselbe über acht Jahre besucht hat, entlassen worden.

Rükeroth den 8ten Juni 1827.

Joh[ann] Peter Sayn Schullehrer.

Vorstehende Entlassung wird bestättiget durch den Schulvorstand.

Held.

Und beglaubiget durch den Schulinspector.

Preucher.

 

In einer Erbangelegenheit der verstorbenen Eva Katharina Schmit geborene Buhr, ausgestellt in Goddert am 9. Mai 1832, treten folgende Personen mit dem FN Sayn als Zeugen auf:36

[Johann Peter]Sayn Schullehrer [war 1832 noch im Amt]

Johann herberthSayn[nicht der Vater von Johann Peter Sayn, der 1805 gestorben ist]

Johann He. Sein

Teilzettel der Wilhelmina geb. Sayn zu Goddert ohne Orts- und Datums-Angabe:37

TheilzetterderWilhelm= Mina geb. Sayn zu Godderth[     ] Gerichts Flohr […..] 11. Im Höhlchen an Peter SaynsWit[we] 18 [Ruten][…..]Bergflohr[…..] 16. In der Faulg obig SaynsWit[we] 32 [Ruten][…..].

Mit Peter SaynsWit[we] und SaynsWit[we] müßte Maria Catharina Sayn geb. Müller (1779-1851), die Witwe von Johann Peter Sayn (1772-1842) und Mutter von Wilhelmina Katharina geb. Sayn (1813-1899), gemeint sein.

 

Die hier beschriebene, von Philips Sayn abstammende Sayn-Familie blieb bis zur V. Generation in Rückeroth. Die VI. Generation wechselte nach Goddert. Die schon erwähnte Tochter des Schullehrers Johann Peter Sayn, Wilhelmina Katharina Sayn (1813-1899), heiratete 1844 als Witwe ebenfalls nach Goddert.38

 

Sayn in Goddert

Albert Sayn (1886-1977) heiratete noch während des Ersten Weltkriegs am 21.07.1918 Mathilde Lindner (1889-1971). Nach über vier Jahren Krieg kam er im November 1918 nach Hause. Vorher hatte er schon drei Jahre aktiven Militärdienst geleistet. 1931 wurde das alte Wohnhaus von Lindners, in dem die Familie Albert Sayn wohnte, abgerissen und ein neues gebaut.39 1931 besaß Goddert 180 Einwohner. Albert Sayn, Landwirt und Hauseigentümer, hatte die Hausnummer 2.40

Otto Sayn, der ältere der beiden Söhne von Albert und Mathilde Sayn, wurde am 03.02.1920 in Goddert geboren und nach knapp sechs Wochen am 14.03.1920 in Rückeroth getauft.39

 

Sayn in Rückeroth und Goddert35, 38

I. Generation:

Philips Sayn (1659-1664 Schultheiß zu Rückeroth), * Rückeroth< 1640, + < 1681; ∞ < 1662 Maria Schmitt, * Mündersbach< 1644, + < 1693; Kinder: 3

II. Generation:

Wilhelm Sayn, * Rückeroth< 1681, + Rückeroth 22.03.1728; ∞ Rückeroth< 1699 Anna, * < 1681, ++ << 1711; Kinder: 3

III. Generation:

Werner Sayn, * Rückeroth ~ 21.10.1702, + Rückeroth 17.01.1754; ∞ Rückeroth 19.10.1727 Anna Dorothea Hofmann, * Freirachdorf ~ 19.04.1711, + Rückeroth 13.06.1742; Kinder: 7

IV. Generation:

Johann Herbert Sayn (1765-1798 Schulmeister zu Rückeroth), * Rückeroth ~ 05.01.1741, + Rückeroth 07.03.1805; ∞ Rückeroth 07.11.1769 Anna Veronica Hummerich, * Steinen/Kautenmühle41 23.05.1751, + Rückeroth 28.04.1779; Kinder: 3

V. Generation:

Johann Peter Sayn (1798-1837 Schulmeister zu Rückeroth, gen. „Schulpittersch“), * Rückeroth 01.11.1772, + Rückeroth 18.07.1842; ∞ Rückeroth 07.01.1798 Maria Catharina Müller, * Rückeroth 02.09.1779, + Goddert 26.02.1851; Kinder: 9.

Das sechste Kind, Wilhelmina Katharina Sayn (* Rückeroth 18.09.1813, + Goddert 09.05.1899), ist eineAlt-Großmutter (Ur-Ur-Ur-Großmutter) von Dr. Thierry Dietrich.

VI. Generation:

Johann Wilhelm Sayn (Landwirt, Schreiner, Soldat), * Rückeroth 19.09.1818, + Goddert 23.02.1900; ∞ Rückeroth 14.07.1846 Anne Katherine Steinebach, * Goddert 22.09.1823, + Goddert 29.12.1893; Kinder: 4

VII. Generation:

Hermann Sayn (Landwirt), * Goddert 05.03.1854, + Goddert 18.10.1927; ∞ Rückeroth 04.09.1885 (standesamtlich und kirchlich) Auguste Hummerich, * Steinen 13.02.1861, + Goddert 16.04.1943; Kinder: 2

VIII. Generation:

Albert Sayn (Landwirt), * Goddert 08.07.1886, + Goddert 19.11.1977; ∞ Rückeroth 21.07.1918 (standesamtlich und kirchlich) Mathilde Lindner,42 * Goddert 17.09.1889, + Goddert 26.07.1971; Kinder: 2

IX. Generation:

Otto Sayn (Forst- und Teichaufseher Fürstlich Wiedische Verwaltung Neuwied), * Goddert 03.02.1920, + Dierdorf 12.04.2002; ∞ Dreifelden 21.04.1951 (standesamtlich und kirchlich) Hildegard Elli Käß, * Seeburg43 06.12.1921, +; Kinder: 1

Otto Sayn (1920-2002) ist der Vater von Petra Priewer geb. Sayn, Schwiegervater von Dr. Helmut Priewer, Großvater von Dr. Mathias Priewer und Alena Edler geb. Priewer und Ur-Großvater von Wolf Priewer.

 

Quellen:

1. Wilfried Göbler, 750 Jahre Rückeroth, Rückeroth 2009

2. Hellmuth Gensicke, Die Kirchspiele Rückeroth und Dreifelden, Nassauische Annalen 66, 1956

3. Wilfried Göbler, Rückerother Kirchenführer, Rückeroth 2003

4. Heinrich Görnert, 700 Jahrfeier Rückeroth, Rückeroth 1959

5. Helmut Priewer, Wilfried Göbler, Mathias Priewer, Das Kirchspiel Rückeroth im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert aus historisch-demographischer Sicht, Nassauische Annalen 117, 2006

6. Wilfried Göbler, Helmut Priewer, Arno Schmidt, Taufen im reformierten Kirchspiel Rückeroth im Westerwald im 18. und 19. Jahrhundert aus historisch-demographischer Sicht, Hessische Familienkunde 25 (7), 2001

7. Wilfried Göbler, Der Familienname Sayn im ersten Rückerother Kirchenbuch, Hessische Familienkunde 20 (5), 1991

8. Josef Marx, Norbert Dorn, Peter Görg, 750 Jahre Hartenfels 1249-1999, Hartenfels 1999

9. Thomas Heldt, Zwischen Konkurrenz und Konflikt. Grafenfamilien des Westerwaldes und ihre Territorien in der Frühen Neuzeit. Der Bann Maxsain 1542-1615, Marburg 2009

10. Gerhard Schiller, Der Bann Maxsain im 16. Jahrhundert, Göttingen 2004

11. Karl Heinz Bierbrauer, Hachenburg, Kreis Westerwald, Familienbuch der ref. Gemeinde 1597-1817, Heiratsdaten, Köln 1999

12. Von der Hoven genannt Pampus - Wikipedia (13.12.2015)

13. Harald Böhmer, 600 Jahre Kirche Wölferlingen, Wölferlingen 1999

14. Hellmuth Gensicke, Der Bann Maxsain, Nassauische Annalen 81, 1970

15. Markus Müller, Gemeinden und Staat in der ReichsgrafenschaftSayn-Hachenburg 1652-1799, Wiesbaden 2005

16. Heinrich Heimann, Irmintraut Weinknecht, Das Kirchspiel Alpenrod im Westerwald und seine Bewohner im 17. und 18. Jahrhundert, 1967

17. Karl Zimmermann, Die Köln-Frankfurter hohe Straße im Westerwald, Heimatblätter des Siegkreises 15, 1939

18. 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rückeroth, Rückeroth 1995

19. Geogen Deutschland 3.2 Online (31.12.2002)

20. Heinz Fischer, Das Mittelrheinische Becken, Köln 2003

21. Heinz Kuppler, Die Wappen der Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis (25. Fortsetzung), Jahrbuch des Westerwaldkreises 2013

22. Hellmuth Gensicke Landesgeschichte des Westerwaldes, Wiesbaden 1958

23. Albrecht Greule, Deutsches Gewässernamenbuch, Berlin 2014

24. Joseph Kehrein, Nassauisches Namenbuch, Weilburg 1863

25. Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, Stuttgart 1992

26. Hans Bahlow, Deutsches Namenlexikon, Frankfurt am Main 1994

27. Roche-Lexikon Medizin, München 1998

28. Franz Prinz zu Sayn-Wittgenstein, Im Westerwald, Limburg 1996

29. Hellmuth Gensicke, Von der Karolingerzeit bis zur Neuzeit, in: Heimatchronik des Westerwaldkreises, Köln 1978

30. Johann VIII. (Sayn-Wittgenstein-Hohenstein) - Wikipedia (12.12.2015)

31. Hellmuth Gensicke, Bürgerliche und bäuerliche Zweige und Nachkommen nassauischer Adelsgeschlechter, in: Genealogisches Jahrbuch Bd. 8, Neustadt an der Aisch 1968

32. FWA NR (Fürstlich Wiedisches Archiv Neuwied) 68-8-2 (1664)

33. Helmut Priewer, Wilfried Göbler, Mathias Priewer, Subsistenzkrisen im Kirchspiel Rückeroth/Ww. vom 17. bis zum 19. Jahrhundert aus historisch-demographischer Sicht, Nassauische Annalen 113, 2002

34. Erbteilzettel des Johann Philipus Müller, Rückeroth, 8. Januar 1794

35. Heinrich Görnert, Wilfried Göbler, Bürgerbuch der Evangelischen Kirchengemeinde Rückeroth (1675-1875), Rückeroth 1995

36. Erbangelegenheit Eva Katharina Schmit, Goddert, 9. Mai 1832

37. Teilzettel der Wilhelmina Müller geb. Sayn zu Goddert (ohne Orts- und Datumsangabe)

38. Heinrich Görnert, Wilfried Göbler, Bürgerbuch der Evangelischen Kirchengemeinde Rückeroth (1675-1900). 225 Jahre Godderter Bürgerbuch (1675-1900), Rückeroth 2001

39. Otto Sayn, Lebenserinnerungen, handschriftliches Manuskript, Schmidthahn, März 1991

40. C. Ebner, Einwohnerbuch für den Westerwald, Ausgabe 1931, Hachenburg

41. Heinrich Görnert, Wilfried Göbler, Bürgerbuch der Evangelischen Kirchengemeinde Rückeroth (1675-1900). 225 Jahre Bürgerbuch Steinen (für Steinen, Strasse, Stahlhofen, Schönerlen mit Fischhaus und Jägerhaus sowie Kautenmühle 1675-1900), Rückeroth 2005

42. Ortwin Reinhard, Ortsfamilienbuch Anhausen 1614-1902, Plaidt 2015

43. Helmut Priewer, Mathias Priewer, Zur Geschichte der Familie Käß im Westerwalddorf Seeburg am Dreifelder Weiher, Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde 47 (7), 2016

 

Abbildungen:

Abb. 1: Ansichtskarte von Rückeroth von 1941

Abb. 2: Graf Gerhard II. von Sayn (+ 1493).

Hölzerne Grabfigur von Tillmann van der Burch

 

Bildnachweise:

Wilfried Göbler, 750 Jahre Rückeroth, Rückeroth 2009 (Abb. 1)

Heimatchronik des Westerwaldkreises, Köln 1978 (Abb. 2)

Autoren:

Dr. Helmut Priewer

Goethestraße 4

56584 Anhausen

(Erst- und Korrespondenzautor)

Dr. Thierry Dietrich

Bahnhofstraße 1b

61250 Usingen

Dr. Mathias Priewer

Meyerbeerstraße 12

13088 Berlin