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Analyse der Flurnamen im Westerwald anhand des Beispiels Rückeroth

 

 Eine Hausarbeit von Kirtstin Gresse an der Universität Erfurt  

 

In der nachfolgenden Hausarbeit soll die Gattung der Flurnamen im Gebiet des Westerwaldes, also im Mosel-Fränkischen Dialektraum, beispielhaft an der Gemeinde Rückeroth beleuchtet werden.

So sollen ausgewählte und rezente Flurnamen der ehemaligen Rodungssiedlung linguistisch analysiert werden hinsichtlich mehrerer Faktoren wie des Wortbildungsprozesses, des Bedeutungswandels, des Lautwandels, aber auch, ob sogar Entlehnungen in die Flurnamen eingegangen sind. Gleichzeitig soll die Analyse unter dem Aspekt des Dialekts geschehen, da Flurnamen gerade regional eine wichtige Rolle spielen und sie eine ältere Stufe darstellen als die hochdeutsche Schriftsprache. Zudem soll untersucht werden, inwiefern die Flurnamen mit den Straßennamen der Siedlung korreliert.

Rückeroth als Gemeinde wurde erst 1246 urkundlich zum ersten Mal erwähnt, doch haben schon davor viele Bevölkerungen in deren Umgebung gesiedelt. In der jüngeren Eisenzeit, also circa 500 vor Christus waren viele Kelten vor Ort bis es zur Auseinandersetzung zwischen den Kelten und den Germanen kam. Daraus resultierte, dass das rechte Rheinufer fast ausschließlich von Germanen besiedelt wurde neben den Römern, deren ehemalige Anwesenheit durch den Limes in der Nähe von Montabaur noch immer gegenwärtig ist. Zu Beginn der neuen Zeitrechnung schien den Forschungen nach das Gebiet recht dünn besiedelt gewesen zu sein und war unter der Macht der Franken. Der Mosel-Fränkische Dialekt trägt also nicht umsonst diesen Namen. Deren Machtentfaltung ging bis in die Karolingerzeit, also bis circa 750. Erst dann gab es die ersten

Hinweise auf die Gründung von der Gemeinde Rückeroth. Einordnen lässt sich diese ungefähr in die vierte Rodungsperiode, weswegen sie eine Rodungssiedung ist. Christianisiert wurde Rückeroth von Seiten des Erzstifts in Trier. Dadurch entwickelte sich zu dieser Zeit automatisch mehr Schriftlichkeit. Damals lag die Gemeinde an der Grenze zu dem politischen Dekanat Engergau und wurde vermutlich dann nach einem Grundherren, einem Rucker, benannt. Die verschiedenen Bevölkerungen nahmen natürlich Einfluss auf die Flurnamen, die bis heute gebräuchlich sind. Dabei ist allerdings davon auszugehen, dass erst mit der Christianisierung die ersten Flurnamen auch niedergeschrieben wurden.

 

Zur Hausarbeit 

 

Kristin Gresse

Hauptstudienrichtung: Förderpädagogik, 3. Semester

Nebenstudienrichtung: Germanistik, 3. Semester

Matrikelnummer: 31544

Wintersemester 2012/2013 / Universität Erfurt

 

 

 

 

 

 

Selbstständige Hausarbeit zum Seminar

 

Eigennamen in Geschichte und Gegenwart

bei Frau Dr. Renate Fienhold

Philosophische Fakultät

Seminar für Sprachwissenschaft